27. April bis 4. November 2018
täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr
(letzter Einlass 17.00 Uhr)

Über 500 Jahre lang prägte das Römische Reich mit seinen Legionären, Handwerkern und Bauern, seiner Architektur, den Kastellen und Bädern unser Land und hat bleibende Spuren hinterlassen.

Mit Schaugrabungen, Experimenten, eindrucksvollen Originalfunden, Forschungs-Abenteuern für Nachwuchs-ArchäologInnen, interaktiven Apps und virtuellen Welten gibt die Landesausstellung von 27. April bis 4. November 2018 einen vielschichtigen Einblick in das Leben der Römer vor 1 800 Jahren. Hauptstandort der Landesausstellung ist Enns, die älteste Stadt Österreichs. Weitere Schauplätze sind Schlögen und Oberranna im Oberen Donautal.

Standorte

Enns

Lauriacum war einer der größten und wichtigsten Handels- und Militärstützpunkte an der Nordgrenze des Römischen Reichs. Seine Bedeutung erlangte es durch die Stationierung der 2. Italischen Legion (lat. legio II Italica).

Zur Blütezeit lebten in Lauriacum ca. 25 000 Menschen – eine bunte Mischung aus Römern, Einheimischen und Zuwanderern aus allen Teilen des Reichs. Interaktiv und mit allen Sinnen erfahren Sie den römischen Alltag und erhalten außergewöhnliche Einblicke in das private und öffentliche Leben der Bevölkerung von Lauriacum.

Schlögen

Am Standort des heutigen Schlögen befanden sich zur Römerzeit ein Kastell, eine kleine Siedlung und ein 14 Meter langer Bau, der bereits vor 180 Jahren die ersten Altertumsforscher begeistert hat. Bei dem gut erhaltenen Bauwerk, das erst 2015 vollständig ausgegraben und untersucht werden konnte, handelt es sich um ein römisches Bad, das mit erstaunlicher technischer und baulicher Finesse umgesetzt wurde.

Oberranna

In Oberranna bei Engelhartszell erwartet Sie das mit Abstand am besten erhaltene römische Bauwerk Oberösterreichs. An der Freilegung des massiven Kleinkastells mit quadratischem Grundriss und an den Ecken angesetzten Rundtürmen (Quadriburgus) wird seit 2017 gearbeitet. Ab Juni 2018 ist die Ausgrabung zu besichtigen.

IMPERIUM ROMANUM - Alfred Seiland

15. März bis 26. August 2018

In seinem fotografischen Großprojekt beschäftigt sich der österreichische Fotograf Alfred Seiland (* 1952) seit über zehn Jahren mit den Spuren der römischen Antike rund um das Mittelmeer und darüber hinaus. Häufig lenkt er in seinen Fotografien den Blick des Betrachters auf den Konflikt zwischen Antike und Moderne, auf neue Nutzungen und die Herausforderungen im Umgang mit den historischen Stätten. Oft werden dabei aber auch Zerstörungen des antiken Erbes thematisiert und sichtbar gemacht.

Aus Anlass der oberösterreichischen Landesausstellung 2018 präsentiert die Landesgalerie Linz Arbeiten aus der Werkserie „Imperium Romanum“ erstmals umfassend in Österreich. www.landesmuseum.at

Mit dem Ticket der OÖ. Landesausstellung 2018 erhalten Sie freien Eintritt in die Ausstellung. Die Eintrittskarte zur Landesausstellung ist sowohl in der Landesgalerie Linz als auch im Schlossmuseum Linz erhältlich.

 

Foto: Alfred Seiland: Palmyra, Tadmor, Syrien, 2011/2017, Alu Dibond, 186 x 155 cm, OÖ. Landesmuseum, Landesgalerie Linz (©) Alfred Seiland

Die neue Landesausstellungs-App

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Die interaktive Multimedia-Tour führt Sie durch die Ausstellungen im Museum Lauriacum und in der Basilika St. Laurenz und zu den archäologischen Hotspots im Freien.
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Unserem römischen Erbe auf der Spur

Das Römische Reich hat die Geschichte unseres Bundeslandes stark geprägt und bis heute bleibende Spuren – in materieller, viel mehr aber noch in geistiger Hinsicht – hinterlassen. Römische Soldaten errichteten an der Donau Legionslager, Kastelle und Wachtürme und sicherten damit nicht nur über Jahrhunderte hinweg die Nordgrenze des Imperium Romanum, sondern brachten auch die Errungenschaften der römischen Zivilisation in diese Region, was sich in einem regen Kulturaustausch und einer florierenden Wirtschaft widerspiegelte.

Die OÖ. Landesausstellung widmet sich daher 2018 dem römischen Leben am Donau-Limes und zeigt auch auf, wie viele Bereiche unserer heutigen Alltagskultur auf dem römischen Erbe gründen. Die Spurensuche beginnt in Oberranna und Schlögen im Oberen Donautal und führt entlang der Donau über Linz bis nach Enns, dem Hauptstandort der Landesschau. Dort vermitteln die neu gestalteten Ausstellungen im Museum Lauriacum und in der Basilika St. Laurenz sowie Archäologie-Stationen im Gelände die herausragende Stellung des Legionslagers Lauriacum im Imperium Romanum.

Im Vorfeld haben Archäologinnen und Archäologen der OÖ. Landesmuseen zahlreiche Forschungs- und Grabungsprojekte durchgeführt. So wurden in Schlögen und Oberranna im Oberen Donautal ein römisches Bad und eine kleine römische Befestigungsanlage, in Enns einer von zwölf Kalkbrennöfen freigelegt. Die Ausgrabungen werden mit Schutzbauten gesichert und bleiben so dauerhaft als Außenstellen der OÖ. Landesmuseen für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich.

Es ist eine Besonderheit der Landesausstellung 2018, dass alle Ausstellungen in vollem Umfang erhalten bleiben. Sie bilden die Basis für die Vermittlung des in Einreichung befindlichen UNESCO Welterbes, von dem sich das Land Oberösterreich einen weiteren touristischen Impuls für die gesamte Donauregion erwartet.

Wie bei unseren Landesausstellungen üblich, gibt es auch 2018 wieder ein interaktives Vermittlungs- und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das den Ausstellungsbesuch zu einem Erlebnis für die ganze Familie macht. Ich lade Sie daher ganz herzlich ein, die OÖ. Landesausstellung 2018 „Die Rückkehr der Legion. Römisches Erbe in Oberösterreich“ zu besuchen.

Mag. Thomas Stelzer

Landeshauptmann

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