Veranstaltungen


Lebenszeichen aus Lauriacum

Ein anthropologischer Blick in die Vergangenheit

Mittwoch, 5. September 2018, 19.00 Uhr, Museum Lauriacum (Ratssaal)

Im Vorfeld der OÖ. Landesausstellung wurden umfangreiche anthropologische Analysen durchgeführt. Im Mittelpunkt der Untersuchungen standen dabei die Skelette vom bis bisher größten bekannten Bestattungsplatz Lauriacums, dem Gräberfeld Enns/Steinpass. 381 dokumentierte Brand- und Körpergräber aus dem 2. bis 4. Jahrhundert erlauben einen einzigartigen Einblick in das Leben und Sterben der hier bestatteten Menschen: Wie setzte sich die Bevölkerung zusammen? Wie hoch war die Lebenserwartung? An welchen Krankheiten litten die Menschen und woran starben sie? Diesen und weiteren spannenden Fragen rund um die Verstorbenen, die nahe dem einstigen Legionslager Lauriacum bestattet worden waren, gehen wir in dem Vortrag nach.

Mag. Dr. Maria Marschler studierte Biologie/Studienzweig Anthropologie an der Universität Wien. Sie war mehrere Jahre freiberuflich als Anthropologin tätig und analysierte im Zuge dessen diverse Skelettserien von der Bronzezeit bis zum Hochmittelalter mit Schwerpunkt Römerzeit und Spätantike. Seit September 2015 ist sie im Naturhistorischen Museum Wien angestellt. Sie ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der Bioarchäologischen Gesellschaft Österreichs.

Mag. Dr. Andrea Stadlmayr studierte Biologie/Anthropologie an der Universität Wien. Sie ist seit 2011 selbstständig als Anthropologin tätig (Zusammenarbeit mit dem NHM, dem MAMUZ, dem OÖ. Landesmuseum, der ÖAW/OREA, der Uni Wien sowie der Novetus GmbH). Seit April 2017 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Anthropologischen Abteilung des NHM. Sie ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der Bioarchäologischen Gesellschaft Österreichs.

 

 

 

 

Die Legio II Italica in Lauriacum und ihre Lager an der Ennsmündung

Mittwoch, 19. September 2018, 19.00 Uhr, Museum Lauriacum (Ratssaal)

Die Verlegung der Legion an die Donaugrenze führte zu einer Neustrukturierung des exercitus Noricus. Die militärischen Verhältnisse und die Verwaltung der Provinz Noricum änderten sich grundlegend. Lauriacum wurde zum wichtigsten militärischen Stützpunkt, die Siedlung erlebte als direkte Folge im 3. Jh. ihre Blütezeit.

Prof. Dr. Hannsjörg Ubl studierte in Wien Architektur sowie Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Antike Numismatik. Er war bis zu seiner Pensionierung am Bundesdenkmalamt in der damaligen Abteilung für Bodendenkmale tätig und lehrte an den Universitäten Wien und Innsbruck. Sein Forschungsschwerpunkt war und ist das römische Heerwesen in all seinen Facetten. Die jahrzehntelange Grabungstätigkeit führte ihn vor allem an den norischen und pannonischen Limes zwischen Lauriacum und Carnuntum.

 

 

Das Haus der Medusa

Römische Wandmalereien aus Enns

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 19.00 Uhr, Museum Lauriacum (Ratssaal)

Im Jahr 2000 wurde bei Ausgrabungen in Enns der bislang wohl umfangreichste und bedeutendste Komplex an provinzialrömischer Wandmalerei in Österreich entdeckt. Die Malereien des 3. Jahrhunderts waren Teil einer gewölbten Decke mit dazugehörigen Wanddekorationen. Bis zu vier übereinander liegende Putzschichten aus mehreren dekorativen Ausstattungsphasen zeigen prachtvolle figurale und dekorative Elemente.
2012 begann in einer Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen Archäologie und Konservierung-Restaurierung des Bundesdenkmalamtes die überaus aufwändige Bearbeitung dieses Fundkomplexes. Die Ausstellung „Haus der Medusa“ war bis 8. April 2018 im Kunsthistorischen Museum Wien zu sehen, danach kehrten die Wand- und Deckenmalereien nach Enns zurück und zählen zu den Hauptattraktionen der OÖ. Landesausstellung 2018.

Mag. Dr. Markus Santner arbeitet seit 2010 als Fachreferent für Wandmalerei und Architekturoberfläche in der Abteilung für Konservierung und Restaurierung des Bundesdenkmalamtes. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte liegen in der Geschichte, Theorie und Praxis der Denkmalpflege sowie zu Fragen der Konservierung und Restaurierung von Wandmalerei und gefassten Steinoberflächen.

 

Die Rückkehr der Römerschiffe

Unterwegs auf der Donau von Ingolstadt nach Enns

Mittwoch, 24. Oktober 2018, 19.00 Uhr, Museum Lauriacum (Ratssaal)

1994 wurden im Bereich der Anlegestelle des römischen Kastells von Oberstimm nahe Ingolstadt zwei antike Schiffswracks ausgegraben. Die Funde wurden im Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz (RGZM) bis 2005 konserviert und können seit Frühjahr 2006 im „kelten römer museum“ Manching besichtigt werden. Für die Ausstellung „Imperium – Konflikt – Mythos“ zum 2000sten Jahrestag der Varusschlacht wurde an der Universität Hamburg das erste der beiden Oberstimm-Schiffe rekonstruiert. Zum Jubiläum der Universität Erlangen wurde auch das zweite Wrack aus Oberstimm nachgebaut. In Kooperation mit Wissenschaftlern der Universitäten Trier und Hamburg sowie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) wurde dieser Nachbau im Frühjahr 2018 getestet.

Im Rahmen der OÖ. Landesausstellung fahren die beiden Schwesternschiffe von 20.7. bis 4.8.2018 erstmals gemeinsam auf der Donau von Ingolstadt nach Enns.

Vortrag von Prof. Dr. Christoph Schäfer (Universität Trier).

 

 

Wenn die Römer hungrig waren

Ernährung und Küche im römischen Enns

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 19.00 Uhr, Museum Lauriacum (Ratssaal)

Es gibt viele Wege, zu einer fremden Kultur Zugang zu finden. Einer davon ist, sich ihr von der kulinarischen Seite zu nähern. Im Fall der römischen Kultur ist das ein sehr interessanter und lohnender Annäherungsversuch. Im Mittelpunkt steht die Frage: Was hatte die Küche des antiken Enns zu bieten, wenn die Römer hungrig waren?

Mag. Dr. Dr. Günther E. Thüry ist Altertumswissenschafter an der Universität Salzburg. Seine Leidenschaft gilt der Erforschung der römischen Kultur. Auf diesem Gebiet hat er 16 Bücher sowie 260 Zeitschriftenartikel und Buchbeiträge geschrieben. Zu den Themen, mit denen er sich seit langem beschäftigt, gehören auch die Ernährung und Küche im alten Rom.

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