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Archiv

OÖ. Landesausstellungen von 1983 bis 1965

OÖ. Landesausstellung 1983

1000 Jahre Oberösterreich - Das Werden eines Landes

Die OÖ. Landesausstellung 1983 wurde in der ehemaligen kaiserlichen Burg zu Wels präsentiert und widmete sich dem Entstehungs- und Entwicklungsprozess des Landes Oberösterreich vom 10. bis in das 20. Jahrhundert. Der Titel 1000 Jahre Oberösterreich wies auf diesen zu überblickenden Zeitraum hin, um das Werden des Landes Oberösterreich zu verstehen. Der Fokus der Ausstellung lag auf der territorialen und verfassungsmäßigen Entwicklung, die politische Geschichte bildete den Rahmen. Berücksichtigung fanden jene Kräfte, die in Richtung auf eine Vereinheitlichung und Verselbständigung des Landes wirksam wurden. Solche gab es nicht nur in der Politik und Verwaltung, sondern auch in der Verteidigungsorganisation, im kirchlichen Leben und in der Wirtschaft. Aspekte von Kunst und Kultur wurden ebenso beleuchtet wie die Symbole des Landes und die Landeshymne.
Ein chronologischer Weg durch die Ausstellung bot die Möglichkeit, die Entwicklung von der Herrschaftsbildung der Grafen von Lambach über die Regierungszeit von Ottokar II. Přemysl und Albrecht I. bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zu verfolgen. Den amtlichen Namen "Oberösterreich" bekam unser Land im Jahr 1918.  

Wels war eine der bedeutendsten der sieben landesfürstlichen Städte und spielte in der Geschichte des Landes eine wichtige Rolle. Eine Sonderschau über die Geschichte und Kultur der Stadt Wels beschloss die Ausstellung.

 

ORF History | Bundesland im Porträt
Sendung: Österreich-Bild am Sonntag berichtete am 3. Juli 1983 über 1000 Jahre Oberösterreich.

https://tvthek.orf.at/history/Geschichte/12396066/1-000-Jahre-Oberoesterreich/12487464

Education Group I Geschichte & Geschichten

https://www.edugroup.at/medien/detailseite.html?medienid=4800226&backPageId=19&cHash=e9dc28a8b569c36c9b812ffe1406b608

Team

Wissenschaftliches Konzept
W.Hofrat Dr. Alois Rauner (Räume 1 und 2)
OArch. Rat Univ.-Prof. Dr. Siegfried Haider (Räume 3 bis 10)
OArch. Rat Dr. Georg Heilingsetzer (Räume 10 bis 18)
Prof. Dr. Harry Slapnicka (Räume 19 bis 21)
Hon. Prof. Dr. Kurt Holter (Handschriften)

Ausstellungsarchitekt W.Hofrat Dipl.-Ing. Karl-Heinz Hattinger

Technische Einrichtungen
Franz Bauernfeind / T.Rev. Ing. Erich Gattringer /
T.Sekr. Ing. Norbert Kriegner / T.OAR Ing. Hans Pichler

Grafik Gerhard Frömel

Fotos und Reproduktionen
Franz Gangl / Prof. Dr. Erich Widder

Modelle und Dioramen
Ing. Karl Eckert / Gerhard Hirnschrodt /
Franz Kolberger / Reinprecht Schober /
Klaus Sehorz

Restaurierungen
Akademie der bildenden Künste, Wien, Meisterschule für Konservierung und Technologie /
Restaurator Rudolf Alber / Bildhauerin Helga Födisch /
Prof. Clara Hahmann / Bildhauer Josef Huber /
Helmut Krauhs / Helmut Meisinger /
Konsulent Liselotte Pach / Bildhauer FOI Leopold Raffetseder /
Bildhauer Klaus Sehorz / Siegfried Strasser

Katalog

2 Bände
Katalog zur Ausstellung
Beiträge

OÖ. Landesausstellung 1982

Severin zwischen Römerzeit und Völkerwanderung

Die OÖ. Landesausstellung 1982 war dem Leben und Wirken des heiligen Severin in Lauriacum bald nach dem Tod des Hunnenkönigs Attila (+453) gewidmet. Völkerwanderung und das Ende der Römerzeit charakterisierten jene bewegte Epoche im Donau-Alpen-Raum und waren ebenso Themen dieser Landesschau wie die Geschichte der umfangreichen archäologischen Sammlung römischer Fundstücke aus dem Museum der Stadt Enns. Auch die konservierten Ausgrabungen der Lorcher Basilika konnten besichtigt werden. Enns-Lorch war zu dieser Zeit Bischofssitz.

Die Vita Sancti Severini gab als historische Quelle Einblicke in die sozialen, politischen und religiösen Verhältnisse in der Provinz Noricum zur Zeit des römischen Niederganges in der Spätantike. Das ausgehende 5. Jahrhundert war geprägt von Angst, kriegerischen Auseinandersetzungen mit germanischen Gruppen, Hunger, Plünderungen, Überfällen und chaotischen Zuständen. Severin von Noricum galt als eine der größten, edelsten und aktivsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Er errichtete Klöster (Favianis, Boiotro) und gab den Menschen Halt und Zuversicht. Am 8. Jänner 482 starb der norische Heilige in seinem Kloster in Favianis (Mautern an der Donau). Sein Leichnam wurde im Jahr 488, als die romanische Bevölkerung Ufernoricum auf Anordnung König Odoakers verließ, nach Italien mitgenommen und in Lucullanum bei Neapel beigesetzt.

Schautafeln, Modelle, Figurinen und Zinnfiguren-Dioramen vermittelten den Besucherinnen und Besuchern ein lebendiges Bild jener Zeit, in der umherziehende Völkerstämme eine alte Ordnung endgültig zerbrachen.

 

Team

Wissenschaftliche Mitarbeit
Dr. Laszló Barkóczi, Univ..-Prof. Dr. István Bóna, Budapest /
Dr. Rainer Christlein, München / Dr. Günther Dembski, Wien /
Wiss. ORat Dr. Lothar Eckhart, Linz / Dr. Herbert Kneifel, Enns /
Generaldechant Dr. Eberhard Marckhgott, Enns /
Univ.-Prof. DDr. Karl Rehberger, St. Florian /
Wiss. Orat Dr. Josef Reitinger, Linz /Dr. Agnes Salamon, Budapest /
Dr. Edit B. Thomas, Budapest / Dr. Hannsjörg Ubl, Wien /
Univ.-Prof. Dr. Ekkehard Weber, Wien / Prof. Dr. Erich Widder, Linz /
Mag. Dr. Gerhard Winkler, Linz / Univ.-Prof. Dr. Rudolf Zinnhobler, Linz

Ausstellungsarchitekt W.Hofrat Dipl.-Ing. karl-Heinz Hattinger

Grafik
Herbert Friedl / Wolfgang Mold /
Ernst Reifenauer / Franz Schubirz

Modelle und Dioramen
Dr. Claudia Auinger / Dr. Bettina Dietl /
Andrea Eigner / Gerhard Hinrschrodt /
Mag. Marcelo F. Moreno / Prof. Heinz Pohl /
Architekt Prof. Johann Rezac / Anny Sinreich /
N. Thoma / Veronika Ubl /
Andreas Winter / Hannes Winter

Fotos und Reproduktionen
Franz Gangl / Rudolf Mair /
Prof. Dr. Erich Widder / Erwin Wodicka

Audiovisuelle Anlage
Ing. Rudolf Halbmayr / Josef Jägermüller /
Alois Schablauer

Restaurierung
Rudolf Alber / Prof. Franz Klee /
Manfred Pertlwieser / Akad. Restaurator Peter Purkhart /
Leopold Raffetseder / Klothilde Rauch /
N. Sauer / Klaus Sehorz /
Gül Sismanoglu / Samim Sismanoglu

Katalog

OÖ. Landesausstellung 1981

Das Mondseeland - Geschichte und Kultur

Die OÖ. Landesausstellung 1981 widmete sich unter dem Titel „Das Mondseeland“ der Geschichte und Kultur einer geografischen Randregion Oberösterreichs. Die Ausstellung legte den Fokus auf das Gebiet zwischen und um Irrsee und Mondsee und präsentierte die ältesten Siedlungsfunde und das älteste von Baiernherzog Odilo (+748) gegründete Kloster des Landes, das durch mehr als 1000 Jahre bis zu seiner Aufhebung im Jahr 1791 eine rege kulturelle und kolonisatorische Tätigkeit entfaltete.

Bereits im 13. Jh. wurde der Name Mondseeland "land ze Maense" in den Quellen gefunden. Das Zentrum bildet bis heute der Ort Mondsee. Im 19. Jh. kam das Land vorübergehend an Bayern und der Besitz des Klosters ging an Marschall Philipp Wrede. Nach dem Wiener Kongress (1816) musste Bayern das Gebiet wieder an Österreich abtreten. Damals begann auch die Entdeckung des Landes, seiner Kunst und seiner Naturschönheiten. Nach dem zweiten Weltkrieg, als die Autobahn Wien-Linz-Salzburg auch den Markt Mondsee mit den internationalen Verkehrswegen verband, wurde das Mondseeland auch touristisch erschlossen.

Im ehemaligen Kloster befinden sich heute das Schlosshotel Mondsee und ein Saal für Theater- und Konzertaufführungen. In den früheren Bibliotheksräumen sind das Heimatmuseum, das Standesamt und das Pfarramt Mondsee untergebracht.

 

Team

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
Dr. Johann Apfelthaler, Salzburg / Walter Brauneis, Wien /
Dr. Adolf Hahnl, Salzburg / Dr. Georg Heilingsetzer, Linz /
Hon. Prof. Dr. Kurt Holter, Wels / Erhard Koppensteiner, Salzburg /
Dr. Wilfried Lipp, Linz / Johann Offenberger, Wien /
Dr. Elisabeth Ruttkay, Wien / Dr. Hertha Schober, Linz /
P. Dr. Benedikt Wagner, Seitenstetten / Mag. Gerhard Walterskirchen, Salzburg

Ausstellungsarchitekt Dipl.-Ing. Arch. Gerhard Sedlak

Grafik
Herbert Friedl / Wolfgang Mold / Ernst Reifenauer /
Franz Schubirz / Walter Strasil

Audioanlage
Ing. Rudolf Halbmayr / Alois Schablauer

Fotos und Reproduktionen
Franz Gangl / Ludwig Költringer /
Rudolf Mair / Prof. Dr. Erich Widder

Restaurierungen
Akad. Restaurator Peter Purkhart / Leopold Raffetseder

Modelle
Prof. Hans Pertlwieser

Katalog

OÖ. Landesausstellung 1980

Die Hallstattkultur - Frühform europäischer Einheit

Die OÖ. Landesausstellung 1980 widmete sich der Hallstattkultur in Europa von den Ursprüngen am Ende des 8. Jh. bis zu ihrem Ende durch die keltische Expansion nach Italien im 5. und 4. Jh. v. Chr.. Ein in Hallstatt entdecktes Gräberfeld prägte den Namen für diesen Zeitabschnitt und geht zurück auf den schwedischen Archäologen Hans Hildebrand. Im Zentrum der Landesschau standen die Funde in Hallstatt mit besonderer Verbindung von Ritus und Arbeitsplatz zu Gräberfeld und Salzbergwerk. Leihgaben und Funde aus ehemals hallstättischen und benachbarten Gebieten, wie die Kimmerischen Funde aus der Sowjetunion, sowie Funde aus Ungarn, Tschechien und Slowenien gaben einen internationalen Überblick über die urgeschichtliche Periode Mitteleuropas der älteren Eisenzeit. Ebenso wurden auf Schloss Lamberg in Steyr Inventare aus reichen Bestattungen Frankreichs, Süddeutschlands und der Schweiz gezeigt. Beleuchtet wurden der Beginn der Hallstattkultur und der Osten, aus der die kleine Stierplastik aus der Býčí skála-Höhle in Mähren erhalten blieb, ebenso wie die späte Hallstattkultur im Südosten. Ein weiteres Kapitel war den etruskischen Einflüssen, den Griechen und der Hallstattkultur in Frankreich gewidmet.

 

Team

Wissenschaftliche Leitung
W. Hofrat Dr. Wilhelm Angeli, Direktor der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien

Ausstellungsarchitekt W. Hofrat Dipl.-Ing. Karl-Heinz Hattinger

Technische Einrichtungen Franz Bauernfeind

Grafik
Prof. Erich Buchegger / Gerhard Frömel
Prof. Hans Pertlwieser / Ernst Reifenauer

Audiovisuelle Anlage
T. AR Ing. Rudolf Halbmayr / T. FI Alois Schablauer

Fotos und Reproduktionen
Prof. Erich Lessing, Wien / Jodok und Hubert Kessler, Traun

Restaurierungen
Naturhistorisches Museum Wien / Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz

Rekonstruktionen
Bundesfachschule für Holzbearbeitung, Hallstatt / Keramik Hallstatt
Dr. h.c. Ing. Hans Drescher, Hamburg / Höhere Technische Bundeslehranstalt I, Linz
Herz-Mariä Kloster, Steinerkirchen / Höhere Technische Bundeslehranstalt Steyr
Höhere Bundeslehr- und -Versuchsanstalt für Textilindustrie, Wien

Modelle
Kurt Moser, Linz

Katalog

OÖ. Landesausstellung 1979

Die Bildhauerfamilie Zürn 1585 - 1724

Die OÖ. Landesausstellung 1979 zeigte in der ehemaligen Kapuzinerkirche (später Stadttheater) in Braunau am Inn den Weg der Bildhauerfamilie Zürn von Schwaben über Bayern und das Innviertel bis ins Mährische und bot damit ein überregionales Bild der sakralen Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts in diesem Raum. Die Landesschau war einer der Schwerpunkte zu den Feierlichkeiten anlässlich der zweihundertjährigen Zugehörigkeit des Innviertels zu Oberösterreich. In der Auseinandersetzung mit den nicht zunftgebundenen Hofkünstlern in München und Augsburg, die hauptsächlich in Bronze arbeiteten, entstanden der für diese Familie typische Stil und damit eine neue Altararchitektur. Das Schaffen der beiden ersten Generationen der Familie Zürn war noch geprägt von der mittelalterlichen Schnitzkunst. Die Ausstellung präsentierte auch Werke von bedeutenden Zeitgenossen, denen sie auf ihrem „Schwabenzug“ begegneten. Damit reichte die Schau inhaltlich weit über die Grenzen Oberösterreichs hinaus.

Am Anfang ihrer Tätigkeit steht der Hochaltar im Münster von Überlingen, an dem Jörg Zürn, seine beiden Brüder Martin und Michael Zürn d. Ä. sowie sein Vater Hans d. Ä. arbeiteten. Dieser stammte aus Buchau am Federsee und ließ sich in Waldsee/Ö nieder. Hans Zürn d. J., ein Mitglied der zweiten Generation, wurde 1613 in Buchhorn (heute Friedrichshafen am Bodensee) als Meister erwähnt. Hans Jakob Zürn war 1616 in Weilheim (Oberbayern) Geselle. David Zürn ließ sich 1628 als Meister in Wasserburg nieder. 8 Jahre später folgten seine Brüder Martin und Michael. Sie bauten neben anderen sakralen Werken einen überdimensionalen Hochaltar, erhalten blieben jedoch nur die Schreinwächter. Als ihre gültigste Schöpfung gilt die Kanzel in der Stadtpfarrkirche Wasserburg. 1639 siedelten sie sich in Burghausen an und bekamen den Auftrag für einen Hochalter in der Kirche von Taubenbach bei Simbach. Aus der Werkstätte von Martin Zürn in Braunau ging der Hochaltar für die Stadtpfarrkirche Braunau hervor sowie weitere Ausstattungen für die Gotteshäuser von Burgkirchen bei Braunau, St. Georgen an der Mattig und Eggelsberg. Michael Zürn scheint 1650 in Appenzell/Schweiz nur noch einmal auf. Ein Sohn David Zürns, Franz d. J., zog von Wasserburg nach Olmütz und war Zunftmeister. Sein Bruder Michael d. J. verbrachte vermutlich in Italien seine Lehrzeit. Er fertigte für Olmützer Kirchen zwei bedeutende Kanzeln an. Seine Werke gehören dem Hochbarock an und weisen ihn als einen der größten Bildhauer seiner Epoche aus (Marmorengel in der Stiftskirche von Kremsmünster). Tätig war er ebenso für die Pfarrkirchen von Gmunden und Altmünster sowie für die Stiftskirchen Admont und Mattsee. Mit Franz, einem Sohn Davids d. J. erlosch das Geschlecht der Zürn – soweit es künstlerisch in Erscheinung trat – in der Mitte des 18. Jahrhunderts.  

Team

Ausstellungsleitung und Mitarbeiter*innen
Wiss.ORat Dr. Benno Ulm, OÖ. Landesmuseum Linz
Fritz Buchenrieder, München / Heinrich Decker, Obereching
Oberkreisarchivrat Dr. Kurt Diemer, Biberbach/Riß / OStR Prof. Engl, Schärding
Archivrat Dr. Georg Heilingsetzer, Linz / Dr. Reinhardt Helm, Weilheim i. OB
Dr. Alfons Kasper, Bad Schussenried / Oberrestaurator Dr. Manfred Koller, Wien
Dr. Eva Lau-Groiss, Münster / Oberrestaurator Dr. Volker Liedke, Kirchseeon
Prof. Dr. Günther Ludig, Kronberg/Ts / Dir. Prof. Dr. Claus Zoege v. Manteuffel, Stuttgart
Dr. Waltrude Oberwalder / Wien-Erlaa / Dr. Gertrude Pretterebner, Mauerkirchen
Wiss. ORat Dr. Gudrun Rotter, Wien / Dr. Adolf Schahl, Murrhardt
Dr. Christof Spuler, Lindau (Bodensee) / Dr. Milos Stehlik, Brünn
Prof. Dr. Erich Widder, Diözesankonservator, Linz

Architektonische Gestaltung W.Hofrat Dipl.-Ing. Karl-Heinz Hattinger

Technische Einrichtungen Franz Bauernfeind

Grafische Gestaltung Wilfried Hopf

Audiovisuelle Anlage
T. AR Ing. Rudolf Halbmayr / Techn. FI Alois Schablauer

Photos und Reproduktionen Ludwig Lang, Linz

Katalog

OÖ. Landesausstellung 1977

1200 Jahre Kremsmünster

Die OÖ. Landesausstellung 1977 war der Benediktinerabtei Kremsmünster zum 1200 Jahr Jubiläum gewidmet und umfasste die Kunstsammlungen in der Alten Abtei und die Sternwarte, die als Wahrzeichen des neuzeitlichen Kremsmünster gilt. In den Kunstsammlungen von Kremsmünster spiegelt sich eindrucksvoll die Geschichte des Klosters, aber auch die Kulturgeschichte Österreichs vom Frühmittelalter bis in das 19. Jahrhundert.

In den Rundgang wurden der prunkvolle Kaisersaal, das Gobelinzimmer und der barocke Festsaal der Bibliothek mit einer sehenswerten Sammlung von alten Musikinstrumenten einbezogen. Im Zimelienraum konnten die Besucher*innen den Tassilokelch, die Tassiloleuchter, den Codex Millenarius und das berühmte Kremsmünsterer Scheibenkreuz (um 1170/80) besichtigen. In der in fünf Räumen untergebrachten Galerie wurden Werke der Gotik, Renaissance, des österreichischen Barock und der österreichischen Biedermeiermalerei präsentiert. Die 1748/58 erbaute Sternwarte beherbergt die naturwissenschaftlichen Sammlungen, u.a. Vogelkollektion und Schausammlung von Säugetieren und „Conchylien“, 263 Glasmodelle  von Meerestieren, Insektensammlung, Xylothek und Wachsmodelle von Pilzen. Die Astronomie war im historischen Observatorium im 6. Stock untergebracht und präsentierte viele alte astronomische Geräte und Globen, eine Sonnenuhrsammlung. Eine kleine Kapelle im 7. Stock deutete die Weltordnung mit dem Göttlichen über dem Irdischen an. Die beiden Hochterrassen boten einen reizvollen Ausblick über die Klosterlandschaft im Kremstal und auf die südliche Alpenkette.

Herzog Tassilo III. von Bayern aus dem Geschlecht der Agilolfinger gründete im Jahr 777 das Kloster, das somit älter als das Heilige Römische Reich und älter als Österreich und Habsburg ist. Die Klosteranlage in ihrer gegenwärtigen Architekturform wurde vom Barock geprägt. Die Baumeister waren C. A. Carlone und später Jakob Prandtauer. Der mächtige, reich gegliederte Baukomplex mit noch erkennbarem romanischem Grundriss ist überragt von der doppeltürmigen Westfassade der Stiftskirche und dem 50 m hohen Gebäude der Sternwarte.

Kremsmünster ist eine lebendige Klostergemeinschaft, die in der Seelsorge, im Schuldienst und in der Wirtschaft tätig ist.

Benediktinerstift Kremsmünster

ORF History | Bundesland im Porträt
Sendung: Österreich-Bild am Sonntag berichtete am 31. Juli 1977 über 1200 Jahre Kremsmünster.

Mit seinen Kunstschätzen war das Stift Kremsmünster 1977 Mittelpunkt der Oberösterreichischen Landesausstellung. Bis heute ist das Kloster spirituelles und wirtschaftliches Zentrum der Region.

https://tvthek.orf.at/history/Kultur-und-Religion/12396073/1-200-Jahre-Kremsmuenster/12486026

 

Team

Herausgeber
Land Oberösterreich, Abteilung Kultur, und Benediktinerstift Kremsmünster
Schriftleitung: Dr. Otto Wutzel
 

Neuaufstellung der Kunstsammlungen
Kunsthistorisches Museum Wien und Bundesdenkmalamt Wien

Neuaufstellung der Sternwarte
Kunsthistorisches Museum Wien / Naturhistorisches Museum Wien /
Oberösterreichisches Landesmuseum / private Wissenschafter*innen

 

Katalog

OÖ. Landesausstellung 1976

Der oberösterreichische Bauernkrieg 1626

Die OÖ. Landesausstellung 1976 war das umfassendste Projekt einer Reihe von Veranstaltungen zum 350-jährigen Gedenken an den oberösterreichischen Bauernaufstand von 1626, der einen Großteil des Landes verheerte und der Bevölkerung schwerste Opfer abverlangte. Ein historischer landeskundlicher Zeitabschnitt wurde dokumentiert, der das Leben der Menschen im Land ob der Enns vor 350 Jahren unter verschiedenen Gesichtspunkten aufrollte. 

Die Ausstellung im Linzer Schloss, das 1626 von den aufständischen Bauern belagert wurde, zeigte die historische Gesamtsituation und widmete sich dem Leben der Bauern, der Städterinnen und Städter, des Adels und des Klerus. Themen waren die politischen, konfessionellen, wirtschaftlichen und sozialen Ursachen und Folgen der Bauernrevolten und Bauernkriege von 1626 sowie die bäuerliche, bürgerliche und adelige Kultur jener Zeit. Der Bauernkrieg in der Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts und auch die Kunst und Kultur im konfessionellen Zeitalter zwischen 1550 und 1650 standen im Fokus. Das Modell eines Gehöftes aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und die originale Vorderwand eines „Troadkastens“ repräsentierten den zur Zeit der Bauernkriege noch dominierenden Holzblockbau. Im Spannungsfeld zwischen Glauben und Aberglauben wuchsen die Vorstellungen, dass mit Hilfe von Amuletten, Formeln und zauberischen Praktiken Naturkräfte und Geister beeinflusst werden können, zu einem das Volk beherrschenden Geisterglauben. Zahlreiche Exponate wie Amulette und Dinge, die mit dem Zauberglauben in Zusammenhang gebracht wurden, Gegenstände der kirchlichen Glaubenssphäre, originale Musikinstrumente, bildliche Darstellungen von Festlichkeiten und Flugblattlieder boten faszinierende Einblicke in die geistige Volkskultur.   

Im Schloss zu Scharnstein im Almtal wurden der Ablauf bzw. die kriegerischen Ereignisse rund um die Erhebung der oberösterreichischen Bauernschaft erläutert und mit Zinnfigurendioramen, Figurinen, Bildern, zeitgenössischen Waffen, Kriegsgeräten und grafischen Darstellungen das militärische Geschehen des Bauernkrieges veranschaulicht. Das Treffen von Kornödt am 20. September 1626, das zweifellos den größten Bauernkrieg markierte, wurde mit rund 4000 Zinnfiguren auf zehn Quadratmeter Fläche dargestellt. Ein im Hof des 1537 erbauten und zu einem Edelsitz ausgebauten ehemaligen Amtshauses der Jörger aufgebautes Feldlager vermittelte einen lebensnahen Eindruck des Soldatenlebens im damaligen Erzherzogtum Österreich ob der Enns. Einheimische Bauern aus St. Konrad fertigten Rekonstruktionen von zeltartigen Strohhütten an wie sie die aufständische Bauernschaft bei längeren Aufenthalten für die Unterbringung ihrer Truppen errichteten. 

Team

Ausstellungsleiter
W.Hofrat Dr. Wilhelm Freh


Wissenschaftliche Mitarbeit
Univ.-Ass. Dr. Ernst Bruckmüller / Univ.-Prof. Dr. Ernst Burgstaller /
Dr. Gunter Dimt / W.HR Univ.-Prof. DDr. Gerhart Egger /
OLGR Dr. Alfred Fischer / Wiss.Rat Dr. Erich Gabriel /
Hochschulprof. Heinz Bruno Gallée / Wiss.OR Dr. Ortwin Gamber /
AR Norbert Grabherr / Dr. Herta Hageneder / 
Oberarchivrat Univ.-Doz. Dr. Othmar Hageneder /
Univ.-Prof. Dr. Günther Heinz / W.HR Univ.-Prof. Dr. Alfred Hoffmann /
Dr. Wendelin Hujber / Dir. Dr. Peter Jaeckel / Helga Litschel /
Wiss. Kons. Prof. Rudolf Walter Litschel / Univ.-Prof. DDr. Grete Mecenseffy /
Pfarrer Eduard Meding / HR Dr. Stefanie Prochazka-Czechenherz /
Evang. Oberkirchenrat / Landesregierungsrat Dr. Gerhard Putschögl /
Akad. Restaurator Harald Seyrl / Dr. Günther Schiedlausky / 
Dir. W.HR Univ.-Prof. Dr. Hans Sturmberger / Wiss. OR Dr. Benno Ulm /
OStBibl. Dr. Johann Weichinger / Oberarchivrat Dr. Alois Zauner
 

Architektonische Gestaltung
ROBR. Dipl.-Ing. Karl-Heinz Hattinger
 

Grafik
Diplomgrafiker Lukas Dorn / Herbert Friedl / Wolfram Mold


Dioramenbau
Eberhard Freunschlag / Gerhard Hirnschrodt / Josef Lukesch /
Hans Pertlwieser / Josef Steurer / Alois Stockinger / Erich Zeller


Figurinenbau
Helmut Krauhs

 

Katalog

OÖ. Landesausstellung 1976

Der heilige Wolfgang

Die OÖ. Landesausstellung 1976 mit dem Titel Der heilige Wolfgang in Geschichte, Kunst und Kult fand im Schloss zu St. Wolfgang im Salzkammergut statt.

OÖ Landesausstellung 1975

Margret Bilger

Zisterzienserstift Schlierbach

OÖ. Landesausstellung 1974

Bildhauerfamilie Schwanthaler

Augustiner Chorherrenstift Reichersberg

OÖ. Landesausstellung 1965

Die Kunst der Donauschule

Augustiner Chorherrenstift St. Florian und Schlossmuseum Linz

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