2018 kehren 6000 Legionäre zurück nach Enns


Handels- und Militärzentrum Enns

Das einstige Lauriacum war einer der größten und wichtigsten Handels- und Militärstützpunkte an der Nordgrenze des Römischen Reichs. Seine Bedeutung erlangte es durch die Stationierung der 2. Italischen Legion (lat. legio II Italica). Diese errichtete hier an der Wende vom 2. zum 3. Jahrhundert n. Chr. das einzige Legionslager in der römischen Provinz Noricum.

Legionäre

Mehr als nur Soldaten

Die neu gestaltete Schausammlung im Museum Lauriacum zeigt mit kostbaren originalen Funden, aufwändigen Rekonstruktionen und einem eigens für die Landesausstellung produzierten Film, dass die Legionäre weit mehr als nur Kämpfer waren. Marius und sein Großvater Seccius Secundinus, ein verdienter Legions-Veteran, erzählen in spannenden Geschichten, wie die Legionäre als Pioniere, Baumeister und Handwerker gearbeitet und mit ihren Familien gelebt haben.

Alltag in Lauriacum mit allen Sinnen erfahren

Mitmachen, lernen, staunen

Zur Blütezeit lebten in Lauriacum ca. 25 000 Menschen – eine bunte Mischung aus Römern, Einheimischen und Zuwanderern aus allen Teilen des Reichs.
Die OÖ. Landesausstellung 2018 lässt Sie interaktiv und mit allen Sinnen am römischen Alltag teilhaben. Genießen Sie außergewöhnliche Einblicke in das private und öffentliche Leben der Bevölkerung von Lauriacum. Erfahren Sie, wie der Glaube das Leben geprägt hat, wie die Bevölkerung durch Handwerk und Handel versorgt wurde und welche bedeutende Rolle Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft gespielt haben.

Wussten Sie, dass die römische Küche ausgesprochen abwechslungsreich und schmackhaft war? Viele Getreideprodukte, aber auch Fisch und Fleisch standen zu besonderen Anlässen auf dem vielseitigen und ausgewogenen Speiseplan. Welche Zutaten standen schon zur Verfügung, welche wurden erst später importiert? Probieren Sie es aus und testen Sie in der virtuellen römischen Küche Ihre Fähigkeiten als KüchenchefIn der Legion.

CSI Anthropologie

Leben und Sterben in Lauriacum

Von der getreidehaltigen Ernährung litten die Menschen oftmals an Karies. Welche anderen Leiden plagten die Menschen in Lauriacum? An der Forschungsstation „CSI Archäologie“ schlüpfen Sie selbst in die Rolle der ArchäologInnen, untersuchen Knochenfunde und decken auf, wie die Menschen gelebt haben und woran sie gestorben sind.

Bis die Landesausstellung bereit für ihre BesucherInnen war, arbeiteten ExpertInnen aus mehreren Disziplinen in zahlreichen Forschungsprojekten zusammen – und nutzten dafür modernste Methoden. So beschäftigte sich zum Beispiel ein Team aus Anthropologinnen und Genetikern unmittelbar mit den Menschen von Lauriacum. Aus menschlichen Knochen konnten sie Alter, Geschlecht, Krankheiten, Lebensumstände und auch die Todesursache der Verstorbenen ablesen.

Tipp:
Anthropologie-Wochenende mit Spezialführungen im Museum Lauriacum.
Termine im Veranstaltungskalender

Römischer „Tapetenwechsel“

Die Fresken aus Lauriacum

Die Menschen der römischen Siedlung Lauriacum lebten in Wohlstand und Fülle. Davon zeugen unter anderem Wand- und Deckenmalereien, die zu den österreichweit bedeutendsten römischen Funden gehören.
Diese außergewöhnlichen Entdeckungen unterstreichen die Sonderstellung von Lauriacum und zeigen, wie vielfältig römische Wanddekoration war und wie sie sich im Laufe der Jahre stilistisch weiterentwickelt hat.
In bis zu vier Schichten übereinander waren die Wände im „Haus der Medusa“ bemalt – Beweis für einen regelmäßigen „Tapetenwechsel“. Prachtvolle figurale und dekorative Elemente geben Einblick in Technik, Material und Handwerkskunst der Zeit. Zudem zeigt die Ausstellung, wie die sensiblen Funde mit modernen Mitteln konserviert und für zukünftige Generationen erhalten werden.

2012 begann in einer Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen Archäologie und Konservierung-Restaurierung des Bundesdenkmalamtes die Bearbeitung dieses Fundkomplexes. Noch bis 8. April 2018 sind die Wandmalereien im Kunsthistorischen Museum in Wien zu sehen, ehe sie im Museum Lauriacum im Rahmen der Landesausstellung präsentiert werden.

Einen Film und die Publikation zum Projekt finden Sie hier:
www.khm.at/besuchen/ausstellungen/das-haus-der-medusa
www.bda.at

Tipp:
Das virtuelle „Haus der Medusa“
In einem interaktiven 3D-Modell der Forschungsgruppe Playful Interactive Environments (FH Hagenberg) können Sie das „Haus der Medusa“ individuell „besuchen“ und mit einem 3D-„Puzzle“ die Wandmalerei-Fragmente selbst zusammensetzen und gleichsam restaurieren. Termine: 6. 5., 3. 6., 1. 7., 5. 8., 2. 9., 7. 10. 2018, jeweils 10.00 – 17.00 Uhr. Video: https://www.youtube.com/watch?v=nFoxG-aiunM&t=56s

 

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