Die Römer im Oberen Donautal


Römerburgus Oberranna

In Oberranna bei Engelhartszell errichteten vor etwa 1700 Jahren die Römer unmittelbar über der Donau eine kleine, sehr massive Befestigungsanlage mit quadratischem Grundriss und an den Ecken angesetzten Rundtürmen. Dieser „Quadriburgus“ war zu seiner Blütezeit vermutlich dreigeschossig und über zehn Meter hoch.

Nachdem der Burgus noch zur Römerzeit einem Brand zum Opfer fiel, vergingen über 1000 Jahre, bis das schöne Plätzchen wieder besiedelt wurde. Über dem Schuttkegel des Burgus wurde im Spätmittelalter ein neues Gebäude errichtet. Diese Aufbauten schützten die alten Gemäuer, sodass wir heute das mit Abstand am besten erhaltene römische Bauwerk Oberösterreichs vor uns haben.

An der Freilegung des Kleinkastells arbeiten die ArchäologInnen seit 2017. Absolutes Highlight der erfolgreichen Forschungsarbeiten bildet eine praktisch vollständig erhaltene römische „Badewanne“. Diese zeigt, dass der Turm im Untergeschoß als Bad genutzt wurde.

Ein Schutzbau macht diesen archäologischen Schatz für die Öffentlichkeit zugänglich und wird ihn für zukünftige Generationen erhalten. Im Inneren des Baus führt eine zum Teil schwebende Steganlage in Stahl-Holzkonstruktion die BesucherInnen über die römischen Ruinen. Am höchsten Punkt eröffnet ein Balkon den wunderbaren Blick auf die Donau und macht die strategische Lage und die Funktion des Römerburgus nachvollziehbar.

Ab Juni 2018 ist die Ausgrabung zu besichtigen.

 

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