2018 kehren 6000 Legionäre zurück nach Enns


Kalkbrennen - Ein Handwerk der Legionäre

Die größte derzeit bekannte römische Kalkbrennofen-Anlage der Rhein-Donau-Provinzen des Imperium Romanum liegt an der Nordostecke des Legionslagers. Der am besten erhaltene Ofen ist 4,2 Meter hoch. Er wurde vor Beginn der Landesausstellung freigelegt und zählt 2018 zu den archäologischen Sensationen.

Das Kalkbrennen ist ein Paradebeispiel für das Spezialistentum der Legionäre. Es stellte ein außerordentlich wichtiges Handwerk in der Antike dar. Das Kalkbrenner-Handwerk war eine der wichtigsten Voraussetzung für die hochentwickelte Baukultur der Römer. Ohne Kalk gäbe es keine Bauten in Gussmörtel-Technik (z. B. Pantheon, Kaiserthermen, Aquädukte), keine Estrichböden und auch keine Fresken auf Wandverputz.

Die Kalkbrennöfen können während der OÖ. Landesausstellung 2018 nur im Rahmen einer kostenlosen Führung besichtigt werden.

 

Hercules im Kalkbrennofen

Nach seiner Stilllegung in der Spätantike diente der Ofen als überdimensionaler „Mülleimer“ – für ArchäologInnen eine wahre Schatzgrube: Mehrere tausend Fundobjekte wie Ziegelbruchstücke, Münzen, Keramik und etliche Tierknochen konnten geborgen werden. Darunter auch Objekte aus einem Hercules-Heiligtum, die im Museum Lauriacum ausgestellt sind.

Newsletter-Anmeldung

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig über die laufende Landesausstellung sowie aktuelle Rahmenveranstaltungen und gibt Ihnen auch exklusiv einen Ausblick auf die kommenden Landesschauen.