Kohle und Dampf

Die OÖ. Landesausstellung 2006 mit dem Titel „Kohle und Dampf“ war in der einstigen Braunkohle-Sortierung am früheren Gelände der Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks AG in Ampflwang untergebracht und dokumentierte die wirtschaftlichen Zusammenhänge zwischen dem Braunkohlebergbau und der Entstehung bzw. technischen Weiterentwicklung des Eisenbahnwesens in Oberösterreich vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die jüngste Vergangenheit. Sie ging im Besonderen auch auf die Lebensumstände der im Bergbau beschäftigten Männer und Frauen ein und präsentierte eine Reihe von historischen Lokomotiven und Waggons aus dem Bestand der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahn­geschichte (ÖGEG), die in Ampflwang ihren Heimatbahnhof und ihre Zugförderstelle errichtet hat. Die Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks AG war noch in den 1960er Jahren der zweitgrößte Kohlenproduzent Österreichs.1832 bereits hatte die erste Eisenbahn des europäischen Kontinents, von Linz nach Budweis, ihren Betrieb aufgenommen und in den darauf folgenden Jahrzehnten wurden Oberösterreich und das Hausruckviertel Teil eines stetig wachsenden Bahn-Netzes in Europa.

Durch eine Vielzahl an attraktiven Installationen  und vor allem auch durch die aktive Einbindung von historischen Dampfzügen wurde die Ausstellung besonders erlebnis- und aktionsorientiert gestaltet.

Die oberösterreichische Landesausstellung 2006 setzte sich zum Ziel, die engen Verbindungen zwischen der Förderung der Kohle im Hausruckwald und dem Entstehen der Eisenbahn in Oberösterreich zu dokumentieren. Denn ohne Eisenbahn kein Bergbau, ohne Kohle keine Eisenbahn. Die zahlreichen Kohlenbahnen in der Region sind nur ein Beispiel für diese wirtschaftliche Symbiose.

Die bereits seit langem bewährte Kooperation zwischen der Landeskultur­direktion und dem OÖ. Tourismus in Sachen Landesausstellungen fand im Jahr 2006 ihre Fortsetzung, dadurch ergab sich die Chance, Ampflwang und die Hausruckregion in der ganzen Vielfalt zu präsentieren und das touristische Angebot nachhaltig auszubauen.

Die Nachnutzung der Ausstellung in der ehemaligen Sortierung erfolgt – nach einer kurzen Umbau- und Adaptierungsphase von November 2006 bis April 2007 – in Form eines Bergbau- und Eisenbahnmuseums das von der ÖGEG betrieben wird. Der Brecher Buchleiten bleibt als begehbares montan-historisches Denkmal erhalten und wird von der Gemeinde Ampflwang für kulturelle Zwecke weiter genutzt.

Team

Wissenschaftliche Gesamtleitung und Konzept
DI Mag. Anita Kuisle

Mitarbeit Wissenschaft
Mag. Gunter Bittermann
Mag. Katrin Fischer
Mag. Ernst Höntze
Mag. Hannes Koch
Mag. Bernd Kreuzer
Mag. Martin Müllegger
Mag. Dr. Johannes T. Weidinger
Christina Wendl

Ausstellungsgestaltung
Mag.art. Martina Kornfehl
Ing. Manfred Quatember

Mitarbeit Ausstellungsgestaltung
DI Filip Didak
Mag.art. Maria Richle
Roland Schmidt
Constantin Chaber
Mag.art. Thomas-Peter Franz

Kulturvermittlung
Mag. Claudia Hutterer

Ausstellungsgrafik
Mag.art. Gerald Lohninger

Werbegrafik
ADhouse Brandstetter & Wahl OHG, Linz

Bühnenmalerei
Mag.art. Josef Kobler

Vitrinengestaltung
Mag.art. Maria Richle
Gertrude Braun
Margit Holzinger

Videoproduktion
Vogel-Audiovision, Linz

Sounddesign
Komposition: Sam Auinger
Mitarbeit: Johannes Strobl
Hardware: Gerd Thaller
Software: Gerald Schalek
Electronic: Roland Babl

Modellbau und Hands-On
Barbara Krückemeyer, Berlin
Modellbahnclub St. Valentin
Modellbahn-Club Schwanenstadt
mtc - Museums & Technologie GmbH, Graz
Manfred Richter, Enns

Installation Bergbau
Ludwig Herndlbauer
 

Katalog

kohle und dampf
Oberösterreichische Landesausstellung 2006
ISBN 3-85487-980-6

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