Zeit.

Mythos - Phantom - Realität

Die OÖ. Landesausstellung 2000 widmete sich dem Phänomen "Zeit" vom Dunkel der Frühzeit ins 3. Jahrtausend. Den Besucherinnen und Besuchern wurde eine bunt illustrierte Geschichte über die verschiedenen Zeitrechnungen und Kalendarien in den unterschiedlichsten Kulturen wie z.B. die genauen Kalender der Maya und ihre hervorragenden astronomischen Erkenntnisse präsentiert.

Drei große Installationen strukturierten die Ausstellungsdramaturgie in einem spielerisch-inszenatorischen Rahmen und sollten Assoziationen im Kopf der Besucherinnen und Besucher freisetzen. Das ehemalige Minoritenkloster in Wels, einst 1280 von den Polheimern gestiftet, bot das ideale Ambiente als eine Art "Zeitmaschine". Einerseits ein Ort der geregelten Lebensform, andererseits beschrieben mit den ablesbaren Spuren verschiedenster Epochen und Lebensformen, von den römischen Grundmauern über gotische und barocke Bauteile bis hin zu Luftschutzräumen des Zweiten Weltkriegs und der eher profanen Nutzung als Feuerwehrdepot.

Kostbare und anschauliche Exponate zum Thema "Zeit" aus Europa, Afrika, Amerika, Asien und Australien wie der „Triumph des Todes“, eines der weltweit bedeutendsten Ölgemälde aus den Sammlungen des Fürsten von Liechtenstein (Jan Brueghel d. J.), oder die spätmittelalterlichen Lebenstreppen, kunstvoll ausgeführte Holzschnitte, die den Lebenszyklus des Menschen illustrieren, zahlreiche Zeitmessgeräte, etwa eine Horizontalsonnenuhr mit Mittagskanone oder ein astronomisch-nautisches Tascheninstrument aus dem Jahre 1557 (!) das gleichermaßen eine Zeit- und Ortsbestimmung ermöglichte, waren in der Ausstellung zu sehen. Die Zeit wurde in der Ausstellung nicht nur als wissenschaftlich exakt messbare Größe dokumentiert, sondern auch in ihrer Bedeutung als Phantom und Mythos, der die Menschheit seit ihrer Entstehung begleitet.

Das revitalisierte Minoritenkloster präsentiert sich als vielfältig nutzbare Eventlocation und dient als Veranstaltungszentrum. Modernste technische Elemente vereinen sich mit historischer Bausubstanz zu einem architektonischen Gesamtkunstwerk.

Team

Wissenschaftliche Leitung und Konzeption

Gesamtleitung
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Müller-Funk

Assistenz
Dr. Klaus Ferentschik

Mitarbeit
Dr. Ursula Baatz
Dr. Erhard Chvojka
Dr. Hannes Etzlstorfer
Univ.-Prof. Dr. Andre Gingrich
HProf. Dr. Franz Hubmann
Mag. Ingeborg Micko
Dir. Dr. Renate Miglbauer
Mag. Carmen Nardelli
Mag. Johannes Ortner
ao.Prof. Dr. Wolfgang Pircher
Dr. Erwin Pokorny
HProf. Dr. Elisabeth Samsonow

Restauratorische Betreuung
Prof., Mag. Karin Troschke
Mag. Rahel Jahoda
Mag. Mag.art. Monika Roth

Inszenierungskonzept und Gestaltung

Gesamtleitung
Ausstellungsarchitekt Hans Hoffer

Mitarbeit
Martin Schneebacher

Grafik
Günter Winkler
Mag. Marianne Winkler

Dekor
Wolfgang und Marlene Weitzdörfer

Video- und Diainstallationen
Vogel-Audiovision, Linz

Projekte des Ars Electronica Center
Time Explorer: Ars Electronica FutureLab - Gerfried Stocker, Horst Hörtner, Volker Christian, Andreas Jalsovec, Pascal Maresch, Dietmar Offenhuber, Nina Wenhart;
Sam Auinger (Sounddesign)
While you were here: Sensorium Group, Japan, und Ars Electronica FutureLab
Raum-Zeit-Spiegel: Ars electronica FutureLab; Timebased Installation: Peter Nevin/Lucy Harrison Mediathek@Kent, Institute of Art & Design, Canterbury UK - Consultancy by AgB London UK; Sam Auinger (Sounddesign)

Sounddesign
Konzept: Hans Hoffer, Ars Electronica FutureLab
Komposition: Sam Auinger
Hardware: Gerd Thaller
Software: Gerald Schalek
Electronic: Roland Babl

Pädagogisches Vermittlungskonzept
perspektiva kulturservice - Mag. Claudia Hutterer, Dr. Doris Prenn

Minoritenkloster Wels
Sanierung und Adaptierung: ARGE Minoriten Wels Luger/Maul/Hofbauer
Restaurierung Koordination: Mag. Herbert Schwaha
Restaurator innen und fassade: Fa. Magnus Wintersteiger
Restaurator Kirche innen: Karl Lengauer
Restaurator Epitaph: Mag. Klaus Wedenig
Restaurator Portal und Arkadenhof: Fa. Stein von Klein
 

Katalog

ISBN 3-211-83417-6

 

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